Geschichtswissenschaftliche Narrative über Reichtum und Macht im didaktischen Diskurs: Anmerkungen zu einem Perspektivenwechsel

Geschichtserzählungen können herrschende politische und sozioökonomische Verhältnisse durch ihre Rückschreibung in die Vergangenheit legitimieren. Der Geschichtsunterricht verdankt dieser Tatsache seine Entstehung, denn «ohne den historischen Legitimationsbedarf moderner Staaten gäbe es keinen schulisch organisierten Geschichtsunterricht» (Jörn Rüsen).

Heute gehören Multiperspektivität, Fremdverstehen und schülerzentriertes historisches und politisches Lernen zu den Grundprinzipien guten Unterrichts. Und auch die Förderung kritischen Denkens: Es gilt, Herrschaftsstrukturen und soziale Unterschiede nicht nur zu erkennen, sondern auch zu problematisieren.

Der Input zeigt an Beispielen aus historischen und aktuellen Lehrmitteln, wie sich Autor*innen und Lehrerbildner*innen angesichts eines oftmals sehr kontroversen öffentlichen Diskurses dieser Herausforderung stellten und stellen.

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