Die „Bankenmacht“ in den Krisen der 1970er Jahren: Der Kampf der Banken gegen die Bankeninitiative

Die gesellschaftliche und politische Kritik an den Banken erreichte Ende der 1970er Jahren einen vorläufigen Höhepunkt. Beeinflusst von Finanzskandalen um illegale Geschäfte auf dem Schweizer Finanzplatz, wurden die Schweizer Banken von zahlreichen Akteuren politisch und gesellschaftliche angegriffen. Mit der 1977 lancierten Bankeninitiative der sozialdemokratischen Partei gelangte die Auseinandersetzung um die Rolle der Banken in der Schweiz endgültig ins politische und gesellschaftliche Scheinwerferlicht.

Diese politischen und gesellschaftlichen Diskussionen und Auseinandersetzungen brachten einen fun- damentalen Wandel im Verhältnis zwischen dem Schweizer Finanzplatz, dem Schweizer Staat und der öffentlichen Wahrnehmung der Banken. Die späten 70er und die 80er Jahre waren geprägt von strukturellen Veränderungen der globalen Finanznetzwerke, wovon die Banken aufgrund ihrer internationalen Ausrichtung stark profitierten. Gleichzeitig sorgte diese Entwicklung innenpolitisch für eine zunehmende Radikalisierung der Bankenkritik auf politischer und gesellschaftlicher Ebene.

Das Referat von Lukas Tobler nimmt diese Auseinandersetzung als Ausgangslage und analysiert die Reaktion der Banken auf die zunehmende Kritik. Anhand von ausgewählten Quellen versucht das Referat die Fragen zu beantworten, wie die Banken die Gesellschaft und die Politik zu ihren Gunsten zu beeinflussen versuchten und welche Rolle eine mögliche "Bankenmacht" dabei spielte.

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