„Proletarisierung“. Der Gang der Neuen Linken in die Fabrik

Mein Beitrag beschäftigt sich mit den Erfahrungen und Aktivitäten militanter Betriebsgruppen in Winterthur in den 1960er und 1970er Jahren. Er stützt sich auf eine Basis von Oral-History-Interviews, die ich 2015 mit damaligen AktivistInnen aus dem Umfeld der Neuen Linken geführt habe. Der Beitrag geht auf die Kritik ein, die diese am Modell der gewerkschaftlichen Interessenvertretung übten. Er zeigt, an welchen alternativen Vorstellungen von Arbeit und Befreiung sie sich orientierten und welche Praktiken sie aus ihren Analysen des Fabrikalltags ableiteten. Der Hauptfokus meines Beitrags liegt auf den Motiven, welche die damaligen Akteure zum Engagement in den Fabriken veranlassten und den Erfahrungen, die sie bei den Versuchen der Selbstproletarisierung machten.

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