Das Schweizer Oligopol. Die Medienkrise als Finanzierungskrise und ihre Auswirkungen auf die Demokratie

Die Medien in der Schweiz wie auch global befinden sich in einem fundamentalen Wandel. Die Digitaliserung als Triebkraft hat dabei weniger zu neuen Darstellungsformen geführt, als dass sie die Wertschöpfungskette der Presse zerschlagen hat. Medien lassen sich immer weniger über Werbung finanzieren. Die knappen Finanzen dienen einerseits als Argument für einen neoliberalen Umbau der Verlage. Anderseits wird die Möglichkeit der politischen Einflussnahme auf die Redaktionen durch privates Sponsoring grösser. In der Schweiz lässt sich die Entwicklung beispielhaft zeigen an der Herausbildung eines Medienoligopols (Tamedia, Ringier, NZZ-AZ) sowie am Investment von Financiers (Tito Tettamanti, Christoph Blocher, Gebrüder Meili) in einzelne Titel. Im Vortrag wird diese Entwicklung aus Sicht eines Medienjournalisten nachgezeichnet und nach ihren Auswirkungen auf die demokratische Meinungsbildung gefragt.

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