Postkolonialer Geschichtsunterricht

Ein wesentliches Ziel eines postkolonialen Geschichtsunterrichts in der Schweiz besteht darin, Schülerinnen und Schülern bei der Entwicklung eines Narrativs zu unterstützen, mit dem sie sich selber und die Schweiz in der globalisierten Gegenwart verorten können. Ein solches Narrativ orientiert sich an drei Fragen: 1) welche Beziehungen die Schweiz historisch mit Kolonien in Übersee eingegangen ist; 2) wie sich koloniale Machtverhältnisse historisch mit weiteren Machtverhältnissen verbanden, die für die Moderne konstitutiv wurden - so namentlich zwischen den sozialen Klassen, den Geschlechtern, den Religionsgemeinschaften oder verschiedenen Formen des sexuellen Begehrens; 3) wie sich Transformationen und Fortwirkungen kolonialer Beziehungsmuster in der schweizerischen Gegenwart manifestieren.

Das Vorgehen soll anhand eines Beispiels illustriert werden.

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