Konzepte und Narrative über Reichtum und Macht in Wissenschaft, Unterricht und Populärkultur

Zu den Basiskonzepten historischen Denkens gehören Konzepte und Narrative über Reichtum und Macht. Vorstellungen über das Wesen, die Verteilung und den Zusammenhang von Macht und Reichtum, über das Gegensatzpaar Armut und Reichtum sowie über zeitliche Veränderungen und Konstanten leiten historische Erzählungen in der Geschichtswissenschaft, in der Schule und in der ausserschulischen und ausserakademischen Geschichtskultur an. Im Panel, den wir vorschlagen, soll es um solche Konzepte gehen: Wer operiert mit welchen Konzepten, wodurch werden sie geprägt, wie sind sie veränderbar. Wir stellen uns drei Vorträge und einen Kommentar zu folgenden Bereichen vor:

- Schule:

Aus geschichtsdidaktischer Sicht stellen sich folgende Fragen:

Mit welchen Konzepten und Narrativen operieren Schüler(innen) an einem Gymnasium? Empirische Grundlage des Vortrags bilden Texte, die Schüler(innen) zum Wesen und zur Entwicklung von Macht und Reichtum in der Geschichte schreiben.

- Geschichtswissenschaft:

Aus wirtschafts- und sozialgeschichtlicher oder aus wissenschaftsgeschichtlicher Perspektive stellen sich folgende Fragen:

Mit welchen Konzepten und Narrativen operiert aktuell die Geschichtswissenschaft? Wie haben sich die entsprechenden Vorstellungen verändert? Weshalb haben sie sich verändert? Wie werden die Erkenntnissen ausserwissenschaftlichen Kreisen vermittelt?

- Geschichtskultur / «public history»:

Aus der Perspektive der Geschichtskultur / public history stellen sich folgende Fragen:

Welche Konzepte und Narrative sind in der ausserschulischen und ausserakademischen Geschichtskultur dominant? Woher stammen sie? Wie haben sie sich verändert? Wie sieht die Rezeption aus?

- Kommentar:

In der vom Kommentar initiierten Diskussion soll es auch um normative Fragen gehen: Wie können Geschichtswissenschaft, Schule und «public history» in einen für alle Beteiligten produktiven Dialog zu Konzepten und Narrative über Reichtum und Macht gelangen. Der Kommentar soll dazu die Resultate der drei Vorträge aufeinander beziehen und die drei Bereiche innerhalb eines Modells zu Geschichtskultur als narrativen Raum zusammenführen. Dabei soll es insbesondere um Möglichkeiten gehen, wie sich Konzepte von Schüler(innen) verändern lassen.

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