Das Gift in der Streichholzschachtel

Im 19. Jahrhundert wurden Zündhölzer mit gelbem Phosphor hergestellt. Dieser führte zu gewerblichen Vergiftungen. Die sogenannte Phosphornekrose führte bei den Arbeitern zu Erkrankungen des Ober- und Unterkiefers und oft zum Tod. Bereits das eidgenössische Fabrikgesetz von 1877 nahm auf diese Problematik Bezug. 1883 wiesen Zürcher Fabrikinspektoren nach, dass jeder vierte Zündholzarbeiter mit schweren Phosphorkrankheiten ins Spital gebracht werden muss. Dennoch dauerte es noch Jahrzehnte, bis dieser Stoff aus den Zündholzfabriken verschwunden war. In diesem Referat werden die politischen und wirtschaftlichen Debatten untersucht, um Antworten auf die Frage zu finden, wieso es so lange dauerte bis der gelbe Phosphor verboten wurde, obwohl die Schädlichkeit schon lange bekannt war.

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