Die «Natur» ausstellen? «Wald» - eine Ausstellung im Landesmuseum

Das Schweizerische Nationalmuseum zeigt eine Ausstellung, die sich dem Wald aus kulturhistorischer Perspektive nähert. Entlang dreier Erzählstränge nehmen die Ausstellungsmacherinnen den Wald, seine Nutzung, seinen Schutz und seine Darstellung ins Visier und loten diese Themen in historischen Dimensionen aus.

Die (überhöhte) Darstellung des Waldes in der bildenden Kunst und in der Literatur Ende des 18. und anfangs des 19. Jahrhunderts kontrastiert die realen Verhältnisse: die zunehmende Zerstörung des Waldes im Zuge der Industrialisierung und deren Bemühungen um Schutz sind Schwerpunkte der Ausstellung. Persönlichkeiten wie Johann W. Coaz und Paul Sarasin setzen sich – auch aus Heimatliebe – für den Waldschutz ein und regen den Nationalpark und einen internationalen Naturschutzbund an. Im 20./21. Jahrhundert finden wir auf der südlichen Halbkugel eine ähnliche Entwicklung, in die auch Schweizerinnen und Schweizer involviert sind, deren Engagement die Ausstellung beleuchtet.

Im Referat wird dargelegt, weshalb das Ausstellungsthema gewählt wurde und welche Erzählung wegweisend war. Die Ausstellungskuratorin erläutert den Entstehungsprozess, stellt Inhalte und Szenografie vor und diskutiert die Risiken von Themen an der Schnittstelle von Natur-und Kulturgeschichte und deren Umsetzung.

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